Blut zu Eis
Ich dachte, es ist eigentlich kaum möglich, noch mehr zu zersplittern.
Doch ich habe mich geirrt.Wie leicht irgendeine Schleuse geöffnet wurde und Eiswasser in rauen Mengen meine Adern flutet.
Unkontrollierbares Zittern.
In meinem Kopf macht etwas klick.
Oder ist es ein Riss? Ist es ein unendlicher Abgrund der sich auftut? Ein riesenhaftes Maul aus Dunkelheit, das hungrig lauert.
Ich warte geduldig.
Ich weiß, irgendwann wird dieser Schlund alles verschlungen haben.
Irgendwann ist es vorbei.
Ich will mich nicht mehr damit beschäftigen. Darüber nachdenken.
Alles umherwälzen und in seine Einzelteile zerlegen um nach etwas zu suchen, was mich das alles verstehen lässt. Ich will nicht mehr nach immer neuen Worten suchen um es zu erklären. Will mich nicht mehr rechtfertigen müssen. Ich will nichts mehr hören.
Am Ende ist da ja doch nichts. Und da kommt auch nichts.
Ich will das nicht mehr.
Ich möchte einen Abschluss finden.
Die Tür hinter mir schließen und nie mehr zurücksehen. Nie mehr durch diese Tür zurück gehen.
Das Blut in meinen Adern ist schon vor langer Zeit zu Eis geworden.
Ich kann nur auf die Zeit hoffen.
Dass, wenn die Seile gekappt wurden, alles in der Dunkelheit verschwindet, die Tür geschlossen werden kann, der Abgrund sich schließt.
Ich möchte nicht mehr darüber nachdenken.
Ich will einfach nur endlich meinen Frieden finden.-S.
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