Bücher
Hier ein paar Rezensionen/Empfehlungen für euch:
Julia Bartz- The writing retreat
Caroline Kepnes- For you and only you (Band 4)
Christine Feehan- Sunrise Lake
Und zum Schluss folgt noch ein kleiner Buchtipp bzw eine Vorschau
Achtung: kann möglicherweise Spoiler enthalten!!
Julia Bartz- The writing retreat
Die Chance, einen Monat mit deinem absoluten Idol, deiner Lieblingsschriftstellerin abgeschieden in ihrem riesigen Anwesen zu verbringen, mit Aussicht auf eine Veröffentlichung deines Buches, was könnte für eine ambitionierte Schriftstellerin verlockender sein?
Doch die anfängliche Euphorie schlägt um in Ernüchterung über die Umstände, die Regeln des Retreats und schließlich mündet es in einen schockierenden Kriminalfall mit einer möglichen Leiche und einigen Enthüllungen, die erstmal verdaut werden müssen, doch die Zeit drängt- wem kann sie überhaupt trauen? Ist alles bloß ein mieses Spiel? Und was soll das ganze überhaupt?
Mein Fazit
Ja, was soll das ganze überhaupt.
Das habe ich mich mit voranschreiten der Geschichte immer häufiger gefragt.
Es müssen eine Menge Seiten umgeblättert werden ehe man zum spannenden Teil der Geschichte kommt.
Ich frage mich, warum der Einstieg in die eigentliche Story so unglaublich lang (nicht uninteressant aber eben irgendwie unwichtig) und auch nicht wirklich von großer Bedeutung ist.
Die Nebenhandlung, so könnte man sagen, die die sexuelle Orientierung der Protagonistin behandelt, wirkt auch reingezwängt, als solle noch eine etwas würzige, woke Note in die Geschichte gebracht werden.
Es wäre übrigens genau so unnötig wäre es keine lesbische Orientierung.
Die Anfangssequenz mit ihrem Kumpel war auch nicht nötig für den eigentlichen Plot.
Die Ausschnitte ihrer Geschichte, die sie während des Retreats schreibt tragen auch nur vage zur Handlung bei, es wirkt so überladen und ich frage mich, worauf das Buch hinausläuft, was es mir eigentlich erzählen will.
Ich bin ehrlich gesagt auch kein Fan von einer Geschichte in der Geschichte, (auch wenn eins meiner Lieblingsbücher Der Märchenerzähler mit diesem Stilmittel arbeitet)- hier halt die der Protagonistin, die sie zeitgleich schreibt.
Sie spielt nur punktuell eine tragende Rolle, könnte insgesamt also wesentlich kürzer gehalten oder nur gelegentlich eingestreut werden.
Klar, es soll auch um Frauen zur damaligen Zeit gehen, wie sie behandelt wurden, um die Gesellschaft allgemein und die Stellung der Frauen. Also im weitesten Sinne auch um Feminismus.
Es geht auch um die Schwierigkeit der Protagonistin, ihre eigene Sexualität, die von der sogenannten 'Norm' abweicht, anzuerkennen, es entpuppt sich aber auch als brutaler Psychothriller, als Geschichte über toxische Freundschaften, über die Akzeptanz seiner eigenen Fehlerhaftigkeit, über psychisch gestörte Menschen. Und obendrauf hat es vage noch einen mystischen, übernatürlichen touch, der nicht bestätigt aber auch nicht verneint wird.
Natürlich gibt es Abhängigkeiten, Psyochospielchen, Hörigkeit, etc.
Die Chance, einen Monat mit deinem absoluten Idol, deiner Lieblingsschriftstellerin abgeschieden in ihrem riesigen Anwesen zu verbringen, mit Aussicht auf eine Veröffentlichung deines Buches, was könnte für eine ambitionierte Schriftstellerin verlockender sein?
Doch die anfängliche Euphorie schlägt um in Ernüchterung über die Umstände, die Regeln des Retreats und schließlich mündet es in einen schockierenden Kriminalfall mit einer möglichen Leiche und einigen Enthüllungen, die erstmal verdaut werden müssen, doch die Zeit drängt- wem kann sie überhaupt trauen? Ist alles bloß ein mieses Spiel? Und was soll das ganze überhaupt?
Mein Fazit
Ja, was soll das ganze überhaupt.
Das habe ich mich mit voranschreiten der Geschichte immer häufiger gefragt.
Es müssen eine Menge Seiten umgeblättert werden ehe man zum spannenden Teil der Geschichte kommt.
Ich frage mich, warum der Einstieg in die eigentliche Story so unglaublich lang (nicht uninteressant aber eben irgendwie unwichtig) und auch nicht wirklich von großer Bedeutung ist.
Die Nebenhandlung, so könnte man sagen, die die sexuelle Orientierung der Protagonistin behandelt, wirkt auch reingezwängt, als solle noch eine etwas würzige, woke Note in die Geschichte gebracht werden.
Es wäre übrigens genau so unnötig wäre es keine lesbische Orientierung.
Die Anfangssequenz mit ihrem Kumpel war auch nicht nötig für den eigentlichen Plot.
Die Ausschnitte ihrer Geschichte, die sie während des Retreats schreibt tragen auch nur vage zur Handlung bei, es wirkt so überladen und ich frage mich, worauf das Buch hinausläuft, was es mir eigentlich erzählen will.
Ich bin ehrlich gesagt auch kein Fan von einer Geschichte in der Geschichte, (auch wenn eins meiner Lieblingsbücher Der Märchenerzähler mit diesem Stilmittel arbeitet)- hier halt die der Protagonistin, die sie zeitgleich schreibt.
Sie spielt nur punktuell eine tragende Rolle, könnte insgesamt also wesentlich kürzer gehalten oder nur gelegentlich eingestreut werden.
Klar, es soll auch um Frauen zur damaligen Zeit gehen, wie sie behandelt wurden, um die Gesellschaft allgemein und die Stellung der Frauen. Also im weitesten Sinne auch um Feminismus.
Es geht auch um die Schwierigkeit der Protagonistin, ihre eigene Sexualität, die von der sogenannten 'Norm' abweicht, anzuerkennen, es entpuppt sich aber auch als brutaler Psychothriller, als Geschichte über toxische Freundschaften, über die Akzeptanz seiner eigenen Fehlerhaftigkeit, über psychisch gestörte Menschen. Und obendrauf hat es vage noch einen mystischen, übernatürlichen touch, der nicht bestätigt aber auch nicht verneint wird.
Natürlich gibt es Abhängigkeiten, Psyochospielchen, Hörigkeit, etc.
Doch für meinen Geschmack ist die Geschichte viel zu voll gepackt.
Und es erging mir zwischenzeitlich wie der Protagonistin selbst, ich hatte Hoffnung, daß das ganze nur ein Spiel ist oder es sich vielleicht sogar als ihre erdachte Geschichte entpuppt.
Mit ein wenig Abzug dennoch ein saftiger Thriller mit einigen Twists, der langsam in Fahrt kommt aber dann umso heftiger.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 3,5/5
Spannung: 4/5
Humor: -/5
Spice: 2/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 1/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur: 3/5
Und es erging mir zwischenzeitlich wie der Protagonistin selbst, ich hatte Hoffnung, daß das ganze nur ein Spiel ist oder es sich vielleicht sogar als ihre erdachte Geschichte entpuppt.
Mit ein wenig Abzug dennoch ein saftiger Thriller mit einigen Twists, der langsam in Fahrt kommt aber dann umso heftiger.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 3,5/5
Spannung: 4/5
Humor: -/5
Spice: 2/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 1/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur: 3/5
◇
Caroline Kepnes- For you and only you (Band 4)
Ein alternativer Titel könnte sein:
Joe Goldberg und die Schreibwerkstatt.
Während Joe in der aktuellen Staffel der Serie plötzlich ein Literaturprofessor in England ist, ist Joe im Buch Teilnehmer einer Schreibwerkstatt. Er hat eine Geschichte eingereicht und die Teilnahme an diesem Zirkel-mit Aussicht, einflussreiche Kontakte zu knüpfen und veröffentlicht zu werden (und somit Geld und Ruhm zu ernten)- gewonnen. Doch nicht nur die Konkurrenz ist groß, auch der erfolgreiche Schrifsteller, der diesen Zirkel leitet, entpuppt sich als falsch, doppelzüngig und mit Leichen im Keller.
Es zeigt sich, dass auch hier zählt, wer sich am besten verkauft und anbiedert, wer die Zügel in der Hand hält, wer spuren muss und wir wissen, dass Joe seine Schwierigkeiten mit der Elite hat- und die mit ihm.
Natürlich hat Joe eine neue You auserkoren und tut alles was er kann um sie für sich zu gewinnen (was schon ziemlich schnell funktioniert), mehrere Red Flags (nicht außer Acht zu lassen ist Joe, der selbst eine wandelnde Red Flag ist) ignorierend schafft er es zwar kurzzeitig, doch letztlich läuft zielsicher alles schief was schiefgehen kann.
Die Welt ist ungerecht, Joe ein opportunistischer, pragmatischer Killer ohne Reue und ein hoffnungsloser Romantiker bei dem jedes Mal die Menschenkenntnis abhanden kommt wenn es um seine Angebetete geht.
Wie schon in Band 1 zeigen sich auch hier wieder einige wirkliche Sozio- und Psyochopatische Züge bei Menschen, die Erfolg haben und angesehen sind und es so wunderbar verbergen können bzw von anderen schlichtweg bewusst übersehen wird, was Joe im Gegensatz zu ihnen richtig erfrischend und sympathisch macht. Clever, Caroline!
Fazit
Es hat mich schon fast genervt wie oft er Nein sagte wenn er Ja meinte, Ja sagte wenn er Nein sagen wollte.
Wie er den offensichtlichen Elefanten im Raum nicht ansprach, wie er sich in die zweite Reihe stellte, um seine You strahlen zu lassen.
Wurde es ihm gedankt? Wird es je irgend jemandem gedankt, sich klein gemacht zu haben? Natürlich nicht.
Caroline Kepnes versteht es gut, die Doppelzüngigkeit, die Wendehälse zu porträtieren. Es ist eine reine Egoshow, jeder ist nur auf seinen Vorteil bedacht, ändert seine Meinung mit dem Wind, wie es gerade am besten ankommt.
Es ist schmerzhaft zu lesen, wie Joe sich verbiegt, aus Angst, sie zu vergraulen.
Aber hier liegt der Hase im Pfeffer.
Würde er ehrlich sein- auch sich selbst gegenüber- würde er die Schwachstellen seiner Angebeteten sehr deutlich sehen. Er ist ein guter Menschenkenner und doch so schlecht darin, die Fähigkeit für sich da zu nutzen, wo es angebracht wäre.
Man vergrätzt so oder so Menschen, sie finden immer etwas um dich auszuschließen oder schlecht zu machen.
Anderen gefallen zu wollen ist verständlich aber sich selbst zu verraten ist nicht in Ordnung und führt auf lange Sicht auch nirgendwo hin, das zeigt sich an Joe immer wieder.
Sie hassen dich wenn sie es wollen, sollen sie dich lieber für das hassen, was du bist, für deine Ehrlichkeit und dafür, dass du zu dir selbst stehst.
Aber Joe kann das nicht. Obwohl er die negativen Seiten sieht. Er hat zwar kurzzeitig Erfolg aber die Unehrlichkeit, Unaufrichtigkeit -wenn auch oft aus gutmütigen Motiven, manchmal auch aus reiner Selbstsucht- fliegen ihm über kurz oder lang um die Ohren und er verliert dadurch erst recht.
Wäre er ehrlich in erster Linie mit sich, würde er erkennen, dass manche seiner angebeteten Frauen aber auch andere Menschen um ihn herum, nicht so sind wie erhofft, folglich gar nicht das erfüllen können was er sich erträumt und auch einfach nicht zu ihm passen. Aber selbst wenn er das erkennt, hält er trotzdem daran fest- Candace, Beck, 'Amy Adam', Love- und er versucht alles- sie- zurecht zu biegen, was natürlich nicht funktioniert. Entweder er versucht sie zu manipulieren oder er verbiegt sich.
Und Mary-Kay diMarco (Marianne Bellamy in der Serie) -sie und Joe waren es. Natürlich nicht ohne Hindernisse, und wir wissen was Joe mit Hindernissen macht. Leider endete ihre einzig gute und reale Liebe tragisch- (You love me, Band 3) und letzten Endes nun also Wonder. Die, die ihm gut getan hätte - Karen Minty (You, Band 1)- war ihm zu langweilig, ihre Zuneigung empfand er als aufdringlich, er fühlte sich ihr intellektuell überlegen- ist er doch Franny und Zooey und leidenschaftlich vermissen und lieben und sie King of Queens, Nägel lackieren und leidenschaftlich (und gut) kochen und Aufläufe backen.
Es scheint als wollte er nicht glücklich sein, nicht so. Er braucht die Herausforderung und ja, den Schmerz.
Die Figur der Sarah Beth, seiner überaus intelligenten und mit einem wachen Verstand ausgestatteten Kollegin in der Schreibwerkstatt, fand ich ehrlich gesagt furchtbar anstrengend. Die Passagen mit ihr waren zu lang. Was zur Hölle will sie eigentlich?
Vielleicht dachte sich Caroline Kepnes, es wäre an der Zeit, Joe ein wenig ins Schwitzen zu bringen, schließlich ist es schon erstaunlich, dass ihm bisher nie jemand auf die Schliche kam.
Aber wie es hier geschah ist extrem weit hergeholt, auch, dass er sich so dermaßen an die Leine hat legen lassen, was er überhaupt nicht musste, dass sie so schnell eins und eins zusammenzählen konnte und plötzlich bescheid wusste.
Hier hat er seine Meisterin gefunden- eine Psychopathin in der Hülle einer angesehenen, normalen Ehefrau und Mutter. Trotzdem habe ich ihre Beweggründe nicht so wirklich nachvollziehen können. Und in Panik kann wohl wirklich jeder geraten, sogar ein Joe Goldberg
Conclusion
Der einzige kleine Minuspunkt ist also Sarah Beth und vielleicht, dass Joe einfach nicht dazu lernt, der Rest ist ein 1a Joe 'the Disaster' Goldberg, auf diese spezielle Art und Weise geschrieben, die mir so gut gefällt.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 4/5
Spannung: 3/5
Humor: 2/5
Spice: 2/5
Stil/Lesefluss: 4/5
Logik(fehler) in der Handlung: 1/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur: 4/5
Mein Ranking der Bücher:
1. You- du wirst mich lieben (Band 1)
2. You love me (Band 3)
3. For you and only you (Band 4)
4. Hidden Bodies (Band 2)
◇
Christine Feehan- Sunrise Lake
Seit sie ein kleines Mädchen war hat sie eine besondere Verbindung zu Serienkillern in ihrer Nähe.
Lange war es ruhig, bis es wieder beginnt und ihr idyllisches Leben, welches sie sich aufgebaut hat, mehr und mehr bedroht wird.
Es beginnen erneut die Alpträume, die von Nacht zu Nacht immer ein wenig mehr von der Tat zeigen.
Fünf Nächte hintereinander, bis dann zwei Tage später die Tat begangen wird.
Dieses Mal ist sie entschlossen, die Morde zu verhindern und den Täter ausfindig zu machen- und der muss ganz in ihrer Nähe sein, wie nah, wird sich noch zeigen.
Mein Fazit
Die Plot an sich ist durchaus spannend und die beschriebene Gegend der Sierra mit den Bergen, Wäldern, Nationalparks und dem See ein idyllischer Schauplatz, welcher unter anderen Umständen plötzlich bedrohlich wirken kann.
Auch die Art der Alpträume sind spannend und die Protagonisten haben allesamt eine interessante und teilweise gefährliche Vergangenheit, was aber zu viele Nebenstränge aufmacht, die letztendlich nicht weiter verfolgt oder aufgelöst werden.
Die Story plätschert dahin, die Gespräche wirken zu konstruiert, es fehlt die Geschmeidigkeit, die Natürlichkeit.
Sicher liegt es hier und da an der Übersetzung, manche Sätze wirken holprig, gar falsch.
Obwohl die Story wirklich spannend sein könnte, wird es nie wirklich spannend.
Irgendwann ahnt man wer der Killer sein könnte, der Weg dahin ist recht zäh (aber nicht zu sehr) und als man es dann erfährt ist es seltsam kurzweilig und unspektakulär- genau wie das Ende.
Es gibt keine Höhepunkte, keinen Thrill.
Ich dachte die ganze Zeit, verfilmt würde es einige tolle Bilder liefern und vielleicht dachte die Autorin auch daran, schafft es meiner Meinung nach aber nicht, die Diskrepanz und den daraus resultierenden Nervenkitzel zwischen der atemberaubend schönen Natur und der schwelenden Bedrohung auch in ihren Beschreibungen zu erzeugen.
Denn das und die angsteinflößende Nähe der Protagonistin zum Killer durch ihre Träume, (kann er sie auch spüren? Schafft sie, ihn rechtzeitig zu enttarnen ohne auf sich aufmerksam zu machen, bevor er zuschlägt? Wie nah ist der Killer ihr wirklich?) wäre eigentlich sehr aufregend und bietet viel Potenzial welches meiner Ansicht nach leider nicht voll ausgeschöpft wurde.
Conclusion
Wer eine solide Story um die Jagd nach einem Serienkiller auf ungewöhnliche Weise lesen möchte, ohne zu sehr auf die Folter gespannt oder aufgewühlt zu werden, liegt mit Sunrise Lake genau richtig.
Es eignet sich hervorragend als Urlaubslektüre.
Vielleicht ist es ratsam, die englische Originalversion zu lesen.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 3,5/5
Spannung: 2,5/5
Humor: -/5
Spice: 1,5/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 1/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur: 3/5
Seit sie ein kleines Mädchen war hat sie eine besondere Verbindung zu Serienkillern in ihrer Nähe.
Lange war es ruhig, bis es wieder beginnt und ihr idyllisches Leben, welches sie sich aufgebaut hat, mehr und mehr bedroht wird.
Es beginnen erneut die Alpträume, die von Nacht zu Nacht immer ein wenig mehr von der Tat zeigen.
Fünf Nächte hintereinander, bis dann zwei Tage später die Tat begangen wird.
Dieses Mal ist sie entschlossen, die Morde zu verhindern und den Täter ausfindig zu machen- und der muss ganz in ihrer Nähe sein, wie nah, wird sich noch zeigen.
Mein Fazit
Die Plot an sich ist durchaus spannend und die beschriebene Gegend der Sierra mit den Bergen, Wäldern, Nationalparks und dem See ein idyllischer Schauplatz, welcher unter anderen Umständen plötzlich bedrohlich wirken kann.
Auch die Art der Alpträume sind spannend und die Protagonisten haben allesamt eine interessante und teilweise gefährliche Vergangenheit, was aber zu viele Nebenstränge aufmacht, die letztendlich nicht weiter verfolgt oder aufgelöst werden.
Die Story plätschert dahin, die Gespräche wirken zu konstruiert, es fehlt die Geschmeidigkeit, die Natürlichkeit.
Sicher liegt es hier und da an der Übersetzung, manche Sätze wirken holprig, gar falsch.
Obwohl die Story wirklich spannend sein könnte, wird es nie wirklich spannend.
Irgendwann ahnt man wer der Killer sein könnte, der Weg dahin ist recht zäh (aber nicht zu sehr) und als man es dann erfährt ist es seltsam kurzweilig und unspektakulär- genau wie das Ende.
Es gibt keine Höhepunkte, keinen Thrill.
Ich dachte die ganze Zeit, verfilmt würde es einige tolle Bilder liefern und vielleicht dachte die Autorin auch daran, schafft es meiner Meinung nach aber nicht, die Diskrepanz und den daraus resultierenden Nervenkitzel zwischen der atemberaubend schönen Natur und der schwelenden Bedrohung auch in ihren Beschreibungen zu erzeugen.
Denn das und die angsteinflößende Nähe der Protagonistin zum Killer durch ihre Träume, (kann er sie auch spüren? Schafft sie, ihn rechtzeitig zu enttarnen ohne auf sich aufmerksam zu machen, bevor er zuschlägt? Wie nah ist der Killer ihr wirklich?) wäre eigentlich sehr aufregend und bietet viel Potenzial welches meiner Ansicht nach leider nicht voll ausgeschöpft wurde.
Conclusion
Wer eine solide Story um die Jagd nach einem Serienkiller auf ungewöhnliche Weise lesen möchte, ohne zu sehr auf die Folter gespannt oder aufgewühlt zu werden, liegt mit Sunrise Lake genau richtig.
Es eignet sich hervorragend als Urlaubslektüre.
Vielleicht ist es ratsam, die englische Originalversion zu lesen.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 3,5/5
Spannung: 2,5/5
Humor: -/5
Spice: 1,5/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 1/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur: 3/5
Band 2: Red on the river, Christine Feehan
◇
Und zum Schluss vorab noch ein kurzer Tipp, mein Fazit dazu folgt.
Bevor der Kaffee kalt wird von Toshikazu Kawaguchi
Wünscht sich nicht jeder an irgendeinem Punkt in seinem Leben noch einmal in die Vergangenheit reisen zu können?
In Tokio, in einer Gasse, liegt das kleine Café namens Funiculi Funicula. Dort steht ein geheimnisvoller Sessel, meist von einem Geist besetzt, der eine Reise in die Vergangenheit möglich macht.
Ist der geheimnisvolle Sessel frei, darfst du dich setzen, doch es gibt Regeln und deine magische Reise dauert nur so lange, bis der Kaffee kalt wird.
Band 2: Bevor sich unsere Wege trennen
Band 3: Bevor es für uns zu spät ist
Oh, total spannend :D
AntwortenLöschenVon Bevor der Kaffee kalt wird habe ich schon so viel gehört, aber auch noch nicht gelesen, bin gespannt, was du dazu sagen wirst.
Ich habe Die andere Hälfte der Welt und Die New York Trilogie vor kurzem gelesen, und mochte beide wirklich sehr :)
Hallo Yara, Danke für deinen Kommentar!
LöschenWhoaaa! Die New York-Trilogie hört sich super interessant an, könnte mir sehr gefallen, ich schaue mal.
Aber Die andere Hälfte der Welt klingt auch gut.
Ich lese gerade Anna O., bin gespannt. Geht darum ob es möglich ist, im Schlaf ein Verbrechen zu begehen, an das man sich nicht erinnert, ob und in wie weit jemand dann Schuldfähig ist. Nur, dass Anna O. nicht aufwacht. Sie schläft einfach.
Über Bevor der Kaffee kalt wird habe ich mal gehört dass Das Café am Rande der Welt besser sein soll aber dazu kann ich nichts sagen, da ich das nicht gelesen haben (ja, es war/ist super populär aber..keine Ahnung, muss ich wohl nachholen und dann vergleichen)
Liebe Grüße,
Silver:)
Oh wow, Anna O. klingt mega spannend! :D
LöschenIch wusste gar nicht, dass es anscheind so ähnlich wie Das Café am Rande der Welt sein sollte bzw. "schlechter" ist. Hatte das Buch mal vor ein paar Jahren gelesen, aber ehrlich gesagt gefiel es mir nicht...Aber vielleicht ist dann das Buch auch nichts für mich :D
Bisher finde ich Anna O. gut, bin gespannt was es mit der Geschichte noch so auf sich hat.
LöschenIch werde einfach Das Café am Rande der Welt lesen, gucken ob man es vergleichen kann und dann berichten:)