Dies und das

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Ich bin echt müde, müde vom mich erklären müssen, müde von Richtigstellungen und von Menschen, die mich nicht verstehen können.

Kommunikation ist der Schlüssel und auch wenn ich des öfteren Mundfaul bin, bin ich es oft auch nicht. Natürlich möchte ich auch reden und verstanden werden. Aber was wenn mein Gegenüber nicht kommunizieren kann?
Was ist wenn mein Gegenüber nicht in der Lage oder gar nicht bereit dazu ist, meine Perspektive oder mein Problem überhaupt mal anzuerkennen und nicht fähig oder willens ist, es aus meiner Sicht zu betrachten?
Dann brauchen wir nicht mehr weiter zu quatschen, sorry.
Ich habe die Energie nicht mehr.
Vor allem wenn ich sehe und erlebe, wozu diese Person bei anderen oder sich selbst sehr wohl in der Lage ist.
Also muss ich davon ausgehen, dass es- aus welchen Gründen auch immer- bei mir anders ist.
Und was soll ich damit?
Während man bei mir dasitzt wie ein Stein, im gleichen Atemzug aber zu sich und ihren Themen umschwenkt und von mir nun Mitgefühl, Verständnis und Zuspruch erwartet.
Ich weiß auch nicht wie oft ich missverstanden wurde.
Vielleicht drücke ich mich manchmal zu harsch aus, oder finde nicht die richtigen Worte.
Und ja, sorry, ich bin nicht immer und jederzeit politisch überkorrekt und manchmal lache ich über schlimme Witze. Aber nicht über alle.
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Aber ich habe mich immer und werde mich immer für schwächere einsetzen, bin konsequent für Freiheit und Gleichheit und ich verabscheue Rassismus und Ressentiments gegen Menschen, die 'anders' sind. Ich verteidige homosexuelle Menschen vor Leuten, die ja nichts gegen die haben, 'aber..blabla...solange die mich nicht anpacken.' Puh.
Ich bin für Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit, was nicht bedeutet, jedem seine Meinung, die meistens beleidigend und negativ ist, aufzudrücken. Ich glaube viele meinen, nur weil sie irgendwas denken, dürfen sie das jedem ungefragt auch sagen.
Und wow, habe ich viele viele Situationen erlebt, wo wildfremde Menschen (übrigens Männer wie auch Frauen, die nehmen sich da beide nichts) meinten, sich in ein Gespräch einmischen zu dürfen, mich beurteilen zu dürfen, über meine Kleidung oder Ohrringe (ja, ernsthaft) Kommentare abgeben zu dürfen oder besonders Frauen in bestimmten Berufen, die plötzlich keine Lust mehr hatten, sich an normale Verhaltensweisen zu halten und anfingen, aus dem Nichts, mich anzuzicken oder meine weibliche Begleitung deutlich freundlicher zu behandeln (was uns beiden aufgefallen ist)- vermutlich weil sie dachten, ach, die ist Übergewichtig, die braucht meinen Support, während ich, die schlanke blonde, ja sowieso bestimmt eingebildet und blöd ist, da kann man ja scheiße sein. Was nehmen sich solche Leute heraus? Nur weil jemand Übergewichtig ist, ist das nicht automatisch ein netterer Mensch. Und dadurch, dass sie extra diesen Unterschied machen, schaffen sie selbst das 'Problem', heben das Andersartige und bemitleidenswerte doch erst recht hervor, wo vorher gar nichts war? Obwohl keine meiner etwas Übergewichtigen Freundinnen das nötig hätten, da sie absolut toll aussehen und Gadgets haben, die ich auch gern hätte- welche völlig abgekoppelt von ihrem Gewicht sind. Und ich habe sie mir nicht ausgesucht, sondern umgekehrt. Und zumindest eine von ihnen war weder besonders nett noch moralisch ganz weit vorn und hat jeden noch so kleinen Anlass genommen um mich schlecht zu machen oder mir irgendwas vorzuwerfen. Weshalb sie nun keine Freundin mehr ist und auch nie eine war.
Nur weil jemand so oder so aussieht oder irgendeine Krankheit hat oder einer Minderheit etc angehört, ist er nicht automatisch nett und ein guter Mensch. 
Unter anderem daher kommt meine Einstellung, niemandem eine besondere Stellung oder Behandlung zukommen zu lassen, bis ich wirklich mehr über diese Person weiß, sie kennengelernt habe.
Ich habe zu oft Ablehnung erlebt, die ich entweder nie verstanden habe oder die auf Vorurteilen oder irgendwelchen Komplexen oder klassistischem Denken fußte, was auch absolut verwerflich ist.
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Es ist gut mehr Frauen in Führungspositionen zu setzen wenn sie qualifiziert sind bzw ihnen eine gleichwertige Chance wie Männern zu geben, aber das bedeutet nicht, dass sie menschlich nicht eklig sein können, nur weil sie Frauen sind. Oder nicht persönliche Kleinkriege führen oder ungerecht sind oder moralisch fragwürdig. Es gibt für mich genug Beispiele, selbst Erlebtes, wo Frauen absolut unterirdisch waren.
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Bevor mir wieder was unterstellt wird oder ich missverstanden werde, möchte ich es hier nochmal in aller Deutlichkeit sagen.
Ich verstehe Hass gegen Transmenschen nicht oder gegen Homosexuelle oder Behinderte oder Minderheiten oder Bipoc, Dicke oder Brillenträgern (diese dumme Liste könnte man ewig weiterspinnen denn es gibt wohl immer einen Grund um andere auszuschließen oder gar zu hassen) oder überhaupt irgendwen.
Ich verstehe es wirklich nicht.
Allerdings glaube ich dass manche Themen etwas vermischt werden und teils auch beinahe ins Lächerliche abgleiten.
Und ich packe niemanden in Watte oder behandle sie anders oder besonders vorsichtig oder so etwas, als Menschen, die nicht irgendeinem Spektrum angehören oder unter irgendeinem Schirm sind oder sich hier oder dazu zugehörig fühlen. Warum sollte ich, jeder zählt gleich viel. Niemand wird bevorzugt oder benachteiligt.(von mir)
Ein Beispiel was mir spontan einfällt- und das mag auch schon politisch unkorrekt sein aber z.B. dein Kink und sexuelle Vorliebe ist deine Privatsache.
Das gehört zu dir aber hat nichts mit deinem Geschlecht oder als was du dich identifizierst zu tun. Das musst du nicht öffentlich zur Schau stellen.
Und, ehrlich, du bist kein Hund. Und du erwachsener Mann bist kein Baby.. Wirklich nicht. (und ja, ich nehme mir heraus für mich zu entscheiden was ich für blödsinnig halte und was ich ernst nehme). Ich wollte auch gerne mal ein Hund sein, mit acht oder zehn und dann habe ich mich weiterentwickelt.
Genderfluide Personen zum Beispiel, die keine Traumavergangenheit bzw Gegenwart haben, finde ich schwierig.
Ehrlich, ich versuche es zu verstehen und im Prinzip geht es mich auch nichts an.
Es sei denn es wird von mir erwartet, das so hinzunehmen und entsprechend zu reagieren. Es tut mir leid wenn ich dich als z.B. Frau lese während du dich heute als etwas identifizierst, was unsichtbar ist. Ich habe all das in Gänze nicht begriffen, muss ich zugeben. Ich arbeite daran.
Und, das alles ist natürlich nur meine ganz persönliche Sicht und Art damit umzugehen, die nur subjektiv sein kann und auch nicht den Anspruch hat, vollkommen richtig oder für jeden akzeptabel zu sein. 
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Was da in Thüringen und Sachsen abgeht war zu erwarten aber ernsthaft- was stimmt nicht mit denen, die diese Scheiße wählen?
Ja, es gibt erhebliche Probleme die endlich mal anerkannt und gelöst gehören aber eine gesichert rechtsextreme Partei zu wählen ist so ziemlich das erbärmlichste und dämlichste was man hätte tun können.
Wir sind so unfassbar demokratisch, dass das möglich ist, während deren Anhänger, deren Stammbaum eindeutig ein Kreis ist, darüber diskutieren wer und was nun deutsch ist und wer nicht.
Die nutzen die Demokratie bis zum Anschlag aus, scheißen aber gleichzeitig darauf, mit denen an der Macht wäre es mit Freiheit und Recht und Gleichheit schnell vorbei.
Aber ich finde es in Ordnung, wenn man sehr genau prüft, wer hierher kommen möchte, das ist in jedem anderen Land auch so. Sogar teilweise für Touristen.
Wir haben hier auch Werte und Regeln und wenn du, aus welchen Gründen auch immer, nicht damit klarkommst, weil du z.B. eine Frau als weniger Wert o.ä. ansiehst, dann gewöhne dich daran, dass Frauen hier arbeiten, studieren, sich anziehen wie sie wollen, Nein sagen dürfen, alleine draußen sind etc. Oder du solltest besser woanders leben. Wobei ich finde, das sollte überall auf der Welt selbstverständlich sein, was es leider nicht ist.
Und Deutsche die so sind? Incels?
Die haben wohl Lack gesoffen. Unerträglich, zum fremdschämen.
Hätte ich eine Lösung für alles, ich würde es tun. Hab ich aber nicht.
Bevor ich in Weltschmerz und Depressionen verfallen, höre ich an dieser Stelle mal auf.-S.

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