Wolfsstunde
*
Ein neuer Morgen. Eben aus einem Albtraum erwacht (ich bin wohl noch lange nicht fertig damit)
Ich blinzle unsicher gegen das Licht. Sollte mich die Sonne nicht wärmen, mit Dopamin fluten, etwas in mir wecken?
Lange, heitere Stunden, die dich hier- und dorthin katapultieren, voller Energie und Spaß – sollte es nicht so sein?
Ich gähne. Oder schreie stumm, das weiß ich selbst nicht genau.
„Gehe auf Start, jetzt. Mach dies und das, hör zu, erzähl, komme, gehe, nutze den Tag!“
Weißt du was? Gib mir die Nacht.
Sie stellt keine Fragen, für die ich keine Antworten finde, keine Forderungen, die ich nicht erfüllen kann.
Nur kalte Unruhe. Meine Gedanken tasten umher wie hungrige Tentakel.
Sie sind niemals satt.
Tag oder Nacht? Entscheide dich! Als hinge alles daran.
Die Wahl scheint mir wahnsinnig wichtig, überaus dringlich.
Da ich mich damit schwertue, nehme ich die goldene Mitte- die Stunde ohne Namen – die schummrige, das Zwielicht.
Drei Uhr morgens wurde für mich geschaffen.
Das ist die hellwachste und todmüdeste Zeit. Kein Tag, keine Nacht.
Nichts wirkt real – und doch so klar, wie es das Licht niemals schafft.
Wie immer ist es beides – nein, mehr – es ist alles.
Es ist das, was ich brauche.
Hallo, da bin ich ja.-S.
Hey Silver, danke für deinen Kommentar :) Ich fand's tatsächlich eher amüsant. Musst dich nicht für entschuldigen. Interessant auch zu sehen, wie die Situation so wirkt für Außenstehende... Hat sich dann heute übrigens endlich geklärt. War ja zum Glück auch kaum stressig. Mit der Gesamtsituation bin ich noch immer eher unzufrieden. Keine Ahnung wann sich das klärt. Ich glaube, ob sich das klärt, klärt sich erst noch. Ich warte derweil ein bisschen weiter. Warum denn auch nicht. Ganz liebe Grüße! Rain
AntwortenLöschenHallo Rain,
LöschenMöglicherweise ist mein Kommi verschluckt worden, daher antworte ich nochmal hier.
Es wirkt vermutlich immer anders auf die, die von außen draufschauen. Manchmal hat man keinen Einfluss darauf, selbst wenn man denkt, es perfekt beschrieben zu haben. Ich könnte zehn Leute nach einem meiner Posts befragen und es würden 10 verschiedene Versionen davon, wie es verstanden wird, dabei herauskommen. Eigene Erfahrungen, eigene Präferenzen, eine eigene Weltanschauung um es mal groß zu machen kommen dabei zum Tragen und noch andere Dinge.
Und auf mich wirkt deine persönliche Geschichte, diese wie auch immer geartete Beziehung, wahnsinnig anstrengend- ein Ja, Nein, Vielleicht, ne doch nicht oder doch? So ein Hin und Her und als könne oder wolle sich die andere Person nicht für aber auch nicht gegen etwas entscheiden.
Ein (möglicherweise selbst auferlegtes?) moralisches- und gefühlsmäßiges Dilemma, so kommt es rüber.
Das wirkt wahnsinnig schmerzhaft und mental belastend. (Aber keine Ahnung ob ichs richtig einordne, so erschließt es sich jedenfalls für mich.)
Ich habe keine konkrete Zahl, natürlich nicht, aber es kommt mir vor als würde sich das bereits über Jahre hinziehen. Das ist crazy.
Es liest sich so schmerzhaft und verletzt, manchmal juckts mich dann, was dazu zu schreiben auch wenns zu 0,0 % meine Angelegenheit ist.
Eine schlechte Angewohnheit von mir.
Haha, ob es sich klärt, klärt sich wohl noch, ja, das passt wie die Faust aufs Auge:)
Dass dich mein Kommi wenigstens etwas amüsiert hat freut mich.
Ich habe immer Sorge dass es so Abrissbirnemäßig also unsensibel rüberkommt.
Nur das Beste für dich,
Grüße, Silver