Jahresrückblick
◇
Tschüss 2025
Mein alljährlicher Jahresrückblick bei dem nie irgendwas passiert.
Dieses futuristisch anmutende Jahr ist- und das ist keine Floskel- wahnsinnig schnell vergangen. Ich weiß überhaupt gar nicht, wie das passiert ist.
Ein Highlight war schon im April: Twentyone Pilots live, einfach nur Liebe.
Im Sommer hänge ich immer etwas durch, die Hitze schafft mich immer wieder und ich werde lethargisch. Aber ich glaube, ich war ein oder zweimal am Meer. Ich liebe das und bin viel zu selten da.
Ich habe nicht so viel gelesen wie ich es gerne getan hätte aber es soll auch nicht zu einer Challenge werden, die mir das Lesen am Ende noch vermiest.
Ein Lese-Highlight war jedenfalls I want to die but I want to eat tteokbokki, traurig: die Autorin Baek Sehee ist im Oktober verstorben. Anderes Highlight: The Paris Apartment bzw Abendrot von Lucy Foley. Gelesen und sogar nochmal als Hörbuch gehört. Große Empfehlung.
Psychisch war das Jahr eine Herausforderung, eine kleine Krebsdiagnose hat mich für knapp einen Monat aus der Bahn geworfen, ich habe es vermieden mich allzu sehr mit dem Thema zu beschäftigen.
Ich weiß wie das enden kann und das wollte ich dann nicht so nah an mich heranlassen.
Dann kam die zweite kleine OP und die gute Nachricht- keine Streuung und frühzeitig erkannt (ich kann mir hier an dieser Stelle mal selbst auf die Schulter klopfen), puh, Schwein gehabt. Aber ich muss jetzt regelmäßig zur Kontrolle. Für die nächsten zwei Jahre.
Eine andere gesundheitliche Sache belastet mich auch mental, schränkt mich ein und nervt gewaltig, ich muss im nächsten Jahr eigentlich ganz von vorn beginnen, was Sport und Bewegung betrifft, irgendeine Routine reinbringen, die immer so flutschte aber nun fort ist. Mit ständigen Schmerzen jeden Tag zu leben ist scheiße und psychisch belastend aber was soll ich machen, meine Knie sind kaputt, warum auch immer. Zweimal Meniskus und Abnutzungen, auch zwei OPs haben daran nix geändert. Manche trifft es einfach früher (zu früh) und so ist das nun.
Wenn ich wenigstens Leistungssportlerin wäre, eine Eiskunstläuferin zum Beispiel (in einer Parallelwelt bin ich es) aber nein, ich habe auch immer Sport getrieben, Joggen, Zumba, Gymnastik, Schwimmen also nichts gravierendes, wofür?
Die Kraft aufzubringen das wieder halbwegs hinzubekommen wünsche ich mir. Also alles außer Zumba, Joggen, Yoga oder was, wo die Knie belastet werden, das geht einfach nicht mehr. Sad Smiley.
Ich habe immer Angst, dass mir Schreibtechnisch nichts mehr einfällt, ich habe schon vor Jahren gedacht, nun habe ich doch alles mal in Texten verwurstelt, was mich so beschäftigt und belastet aber es kommt irgendwie immer wieder was zu stande, was sicher hier und da repetetiv ist aber naja. Mal schauen, ob ich für 2026 wieder ein paar Texte hinbekomme.
Habe ich es nur geträumt oder hat es irgendwann im November mal geschneit? Ich liebe Schnee, ich vermisse Schnee, ich hoffe, es schneit nochmal. Vermutlich dann im April, lol.
Kleines Highlight in der Vorweihnachtszeit: Weihnachtsmarkt. Kinderpunsch für Silver, Mutzenmandeln (oder Schmalzkuchen) futtern und am Feuer abhängen- schön:)
Weihnachten steht vor der Tür, bzw. ist schon da und das war lange eine echt schwierige Zeit. Nun verbringe ich seit einigen Jahren das Fest so wie ich möchte, mit lieben lieben Menschen und das macht mich froh.
Habe den Kontakt zu einer Person lose wieder aufgenommen, bzw sie hat den Kontakt aufgenommen, die ich aus meinem Leben entfernen musste weil das einfach die giftigste Schose war, die man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen kann. Doch andererseits ist das leider auch Familie. Nur, ich bin extrem vorsichtig und habe wieder feststellen müssen, wie manipulativ und absolut null fähig diese Person ist, einen anderen Standpunkt zu akzeptieren außer ihren eigenen, dass ich schon wieder gar keine Lust mehr habe. Ich lasse mich nicht mehr emotional erpressen oder nehme sonstigen bullshit hin, und oh Wunder, ich bin ja abgrundtief böse, warum ich denn so bin, ich schmeiß mich weg.
Solche Leute sind immer total schockiert wenn sie mit ihren scheiß Taktiken und Manipulationen gegen eine Wand laufen und enttarnt werden. Dann explodieren die wie eine Streubombe und es hagelt haltlose Vorwürfe und Beschuldigungen und der Ablauf ist so Textbookmäßig, da kannst du eine Uhr nach stellen.
Ich lasse mich also auf nichts ein, schön auf Abstand dieser Kontakt, aus reiner Selbstfürsorge. Kleines großes Serienhighlight: Stranger Things geht dem Ende entgegen. Ich kanns kaum erwarten, die letzten Folgen zu sehen. Also ein lachendes und ein weinendes Auge.
Silvester, keine Ahnung, dieser Tag löst, ja wie sollte es auch anders sein, ambivalente Gefühle in mir aus.
Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr nicht zu böllern. Es fiel immer klein aus und auch nie kurz vor Jahreswechsel, denn das ist immer wie an so nem Kriegsschauplatz und ein kleines Knalltrauma reicht und ich wurde schon oft genug mit Silvesterraketen oder Böllern beworfen, einfach weil Leute dumm sind oder nicht aufpassen.
Kleiner Tipp: stellt doch eine fette Rakete nicht in eine leere Sektbuddel auf Kopfsteinpflaster, diese drei Komponenten vertragen sich nicht, zu schwer, zu wackelig, Ergebnis: eure Rakete zischt horizontal in andere Menschen rein. Und das nicht nur einmal.
Anderer Tipp: Böller nicht über den Köpfen anderer Leute zünden, nur weil ihr auf einer Brücke steht und die anderen halb darunter, ihr Hohlköpfe. Landungsbrücken Hamburg, ah, unvergessen. Eingequetscht in einer Menschentraube ist, egal wo, ja gar nicht mein Fall. Schon gar nicht an Silvester. Prost Neujahr.
Daher gibts Berliner, es sind Berliner Leute, und nix Knallen.
Bei meinen Eltern flog mal eine Rakete durchs Fenster im Treppenhaus, daher hab ich immer Angst alles vom Fenster aus zu beobachten.
Ach ja, alles nicht so einfach.
Ich hoffe euch gehts gut, bleibt gesund und froh und wir sehen uns bestimmt im nächsten Jahr wieder.
Eure Silver♡
Liebe Silver, welch ein Rückblick - auf Gutes, auf Böses, du lässt nichts aus. Ich finde das gut so, denn auch das ist eine Form der Verarbeitung. Wir stellen doch immer wieder fest, Schreiben hilft.
AntwortenLöschenAuch ich habe große Knochenprobleme - in beiden Füßen schon Platten drin, jedes Knie schon operiert. Aber auch das hängt mich einer Krankheit zusammen, die ich seit Kindertagen habe, die so selten ist - ich bin eine unter 36 000, stell dir das mal vor. Nun, diese Hormone, die ich täglich nehmen muss, irgendwann legt sich so etwas irgendwo nieder, bei mir sinds halt die Knochen.
Aber genug davon, wir sind Stehaufffrauen, wir gehen auch positiv allem Kommenden entgegen, wir lassen uns nicht unterkriegen, nur manchmal etwas beuteln, lächel...
Dir ein gutes Jahr in ALLEM, vor allem Gesundheit.
Wir lesen uns!
Herzlichst, Edith
Danke liebe Edith, oh eine Krankheit seit Kindertagen, die auch noch selten ist? Das klingt auch sehr belastend. Ja, man lernt irgendwo damit zu leben aber es ist nicht leicht. Mir ging es körperlich eigentlich immer gut, ich hätte gut auf meine Allergien oder Asthma verzichten können aber es ist wie es ist. Aber mit den Schmerzen, das ist ne andere Nummer. Der Arzt zuckte nur die Schultern und war wohl vom Ergebnis selbst überrascht, hätte er wohl nicht mit gerechnet, denn ich bin doch eigentlich zu jung dafür aber er meinte lapidar: nun, manche trifft es halt früher, manche später oder gar nicht, tschüss.
LöschenMan kämpft sich so durch und ja, da hast du recht, schreiben hilft, hat es zumindest immer in anderen Bereichen. Wir werden sehen.
Ich wünsche dir fürs neue Jahr alles alles Gute, Glück und Gesundheit.
Liebe Grüße!
Oh ja, solche Ärzte gibt es noch immer, für die man eine Nummer ist - und abgehakt.
AntwortenLöschenWir sind geübt darin, uns oftmals selbst zu helfen.
Herzlichst, Edith
Offenbar erwische ich oft gerade solche Ärzte, manchmal staune ich nur noch. Entweder man wird nicht ernst genommen, gegaslighted oder wieder weggeschickt, ohne irgendwas getan zu haben. Sie horchen nicht ab oder schauen in den Hals, beispielsweise- nein, sie sitzen da und starren einen an als könnten sie so in dich hineinsehen, ein Arzt hat gependelt.
LöschenEin Psychologe meinte, nachdem ich ihm den Sachverhalt geschildert habe, nun, Sie müssen sich das ja nicht zu Herzen nehmen, wieso belastet Sie das denn, oder Aber Sie sind doch erwachsen, so, hä? Coole Art zu 'therapieren', sei halt nicht krank, depressiv oder hab halt kein Trauma von irgendwas, immerhin ist man erwachsen und muss sich das alles ja nicht geben.
Meine Fresse. Ich wäre fast über den übergroßen Schreibtisch gesprungen, mit Sicherheit eine Kompensation dieser überdimensionale Tisch, manche sollten lieber gar nicht mit Menschen sprechen.
Einen schönen, hoffentlich nicht rutschigen Tag dir:)
Hallo Silver,
AntwortenLöschenich freue mich wirklich sehr zu lesen, dass der Krebs rechtzeitig erkannt und behandelt werden konnte. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!
Was den Schnee betrifft: Ich hatte ihn mir auch gewünscht. Jetzt ist er da. Allerdings in großen Massen und das ist dann irgendwie mitsamt der Schneeverwehungen doch zu viel, wenn man gar nicht mehr mit Schippen gegenankommt und das Auto schon stecken bleibt o.O
Und das Meer .... ich liebe es auch. Ich komme auch leider viel zu selten dahin. Aber ich merke auch, dass es mir dort schnell gelingt, den Alltag abzustreifen und zur Ruhe zu finden.
Und ... meine Güte! Ich verstehe, dass du bei den Erlebnissen so gar keine Lust mehr auf die "Knallerei" an Silvester hast. Für mich ist Silvester irgendwie immer etwas zu nah an Weihnachten. Weihnachten ist für mich eine Zeit der Besinnlichkeit. Silvester ist dann alles bunt und Partylaune. Das ist für mich ein zu krasser Stimmungswechsel. Da könnte es gerne etwas mehr Tage zwischen haben. Aber so ist es nun mal. Man muss die Feste feiern ... usw :o)
Ich wünsche dir ein bestmögliches 2026 mit vielen schönen Momenten und allem erdenklich Guten.
Liebe Grüße
Tanja
Hallo Tanja, danke schön, ich war auch so erleichtert. Mal sehen was bei der nächsten Kontrolle herauskommt.
LöschenDas stimmt, habe ich noch nie drüber nachgedacht. Weihnachten besinnlich und ruhig, Silvester laut und wuseilg.
Ist wie ein Spannungsbogen der sich in der Vorweihnachtszeit aufbaut und mit Silvester seinen Höhepunkt erreicht. Vorher schon deprimierend, wie schnell die Buden abgebaut werden, wie fliegende Händler- Geschäft gemacht, auf zum nächsten.
Dann der absolute Tiefpunkt: Neujahrstag.
Der ist immer grau, immer diesig, immer Nieselregen.
Vielleicht bin ich da deswegen immer komisch drauf.
Vermutlich vertragen ich den Stimmungswechsel auch nicht
Danke für deinen Kommentar!
Liebe Grüße