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Anerzogene Scham und auferlegte Schuld wuchern in jeder Faser, mit jedem Pulsschlag,
wie Schimmel in feuchten Badezimmerfugen.
Die Umgebung verseucht, unsichtbar und giftig.
Bis es zu spät ist.
Dort konnte im Dunkeln gedeihen,
was im Licht des Tages einfach nur abstoßend ist.-S.
Ja, liebe Silver, da schreibst du was. Oft und oft ist es zu spät, wird erst hingeschaut, wenn irgend eine Kleinigkeit ans Licht kommt, obwohl man doch viel früher schon eine Ahnung hatte.
AntwortenLöschenEin Thema, welches nie alt wird, welches Jahrzehnte überdauert und doch auch heute noch zum Thema werden MUSS.
Liebe Grüße,
Edith
Hallo Silver, wieder mal ein großartiger Text von dir. Düster, nachdenklich und sehr bildhaft. Danke fürs Teilen!
AntwortenLöschenDanke Tanja:)
LöschenHi Silver!
AntwortenLöschenKurze Zeilen, in die man sehr viel hinein interpretieren kann.
Die "Scham" ist eh so eine Sache, die ich noch nicht ganz durchblicke - das meiste ist ja anerzogen und die gefühlte "Schuld" meist von selber auferlegt.
Ich hab auch lange Zeit mit Schuldgefühlen kämpfen müssen, bis ich für mich selbst gelernt habe, dass es einfach nichts bringt, mich ständig durch die Vergangenheit zu wühlen, weil ich sie nicht ändern kann.
Ich bin ein Mensch, und Menschen machen Fehler -> wie ich jetzt damit umgehe ist viel wichtiger: daraus zu lernen und sie nicht zu wiederholen.
Und jeden Tag als ein Geschenk zu sehen an dem ich viel positives tun und erleben kann :)
Liebste Grüße, Aleshanee
Ja, zu lernen, dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann, beschäftigte mich eine Zeit lang sehr, mehr noch als heute.
LöschenEs gibt Schuld, die man selbst fühlt (woher auch immer dieses Gefühl eigentlich kommt) und eine, die andere dir geben, für alles mögliche.
Wenn du nicht als Mensch, der Fehler machen darf behandelt wirst, geht das ganz leicht mit der Schuld und der Scham- für Dinge, die aber völlig normal sind.
Wäre es so leicht, sich nur vorzunehmen das zu durchbrechen dann bräuchte es keine Therapien und Psychologen mehr.
Es braucht seine Zeit und ja, inneren Wandel um sich davon zu befreien. Aber manchmal auch noch etwas mehr.
Es freut mich, dass du da einen Weg gefunden hast.
So ganz frei bin ich nicht davon, aber war schon mal ein unglaubliches Gefühl, ungesunde/falsche Dinge oder Zustände überhaupt erkannt zu haben und benennen zu können.
Manche müssen erst lernen, für sich selbst einzustehen und dass das völlig legitim ist.
Liebe Grüße:)