Ein kurzer Text über Filme, Verfilmungen, Serien und so weiter, einfach, weils in meinem Kopf brodelte

-edited

Eines meiner liebsten Themen ist, mich über Filme oder Verfilmungen auszulassen.

Ich habe einen langen Rant über Wuthering Heights verfasst (den ich euch an dieser Stelle erspare und nur die gekürzte Version hier hinklatsche) und warum es eigentlich noch schlimmer ist, als Begründung für diesen toxischen Softporno und als Entschuldigung anzuführen, es sei ja bloß eine Adaption.
Klar ist, es braucht die Romanvorlage dann nicht, außer, man möchte mit dem berühmten Namen der berühmten Romanvorlage Besucher anlocken.
Ansonsten schreib doch eine eigenständige Geschichte über toxische Menschen, einer unerhörten Liebe irgendwann im Strudel eines vergangenen Jahrhunderts, mit den der Zeit typischen Vorurteilen und Gepflogenheiten und kauzigen Eigenbrötlern.
Dann muss man keinen unlogischen Quatsch auf dem Nacken eines wirklich guten zeitgenössischen Romans, der manchmal seltsam modern wirkt, produzieren.
So in etwa habe ich mich ausgelassen.
Adaption, halt doch die Klappe, ernsthaft. Ja, manche Dinge müssen für die Leinwand angepasst werden aber es zu entstellen ist doch Mist. (siehe meine Klage über David Hunter von Simon Beckett, entsetzlich!)
Es kann funktionieren eine bestehende Geschichte zu nehmen und etwas eigenes daraus zu machen, oft geht das aber schief.
Aber ich bin durchaus aufgeschlossen was das betrifft.
Beispielhaft zu nennen sind Die Chroniken von Alice- Finsternis im Wunderland von Christina Henry (es gibt drei Bände, erschienen im Penhaligon Verlag)
Hier spielt die Geschichte um Alice, den Hatcher und das Weiße Kaninchen in einem völlig anderen Rahmen.
Es funktioniert weil es etwas eigenes erschafft, es tut manchmal weh seine geliebte Geschichte so düster zu sehen aber, hier passiert was unten weiter ausgeführt wird- durch Konsequenz ist es gut. Es folgt einer eigenen Linie, was ich hoch anrechne, auch wenn ich die fast schon überbordende, brutale Beschreibung davon, wie schändlich und grausam manche Frauen dort behandelt werden, fast schon abstoßend finde. Aber immerhin konsequent.
So.
Mein Lieblingsthema und Paradebeispiel in dieser Kategorie ist und bleibt You.
Die Bücher sind hervorragend, die Serie dazu- bis auf die erste Staffel- eher so mittel.
Das Problem habe ich zumindest für mein Verständnis schnell identifiziert- es wurde sich zu weit von der Buchvorlage entfernt und das ist eigentlich immer das Problem.
Denn es werden einige feststehende Charaktere und das Drumherum übernommen aber dann zuviel verändert oder hinzugedichtet, was bei Voranschreiten der Serie und Bücher zu deutlich wurde und zum Problem, was die Konsistenz der Erzählung betrifft.
Es wurde am Anfang entschieden, Joe den Anstrich eines doch trotzdem irgendwie netten Kerls zu verpassen, was später mit dem, ich muss dieses Wort benutzen, woken Erwachens (lol) kollidierte.
Was der Autorin der Bücher meisterhaft gelingt ist, dass jede/r mit einem normalen inneren Kompass sehr wohl erkennt, wie krank und opportunistisch und egoistisch Joe ist aber dennoch ertappt man sich dabei, seine Taten zu relativieren, denn die anderen- und das zeichnet Caroline Kepnes ganz toll- sind keinen Deut besser.  Ja, die sind noch schlimmer da sie im Verborgenen oder ganz offen schlecht und schädlich, missbräuchlich und falsch sind, nur sind die anderen zu verblendet oder zu unterwürfig und lassen es so zu.
Das macht Joe in den Büchern sympathisch, nicht seine Taten, sondern dass er im Gegensatz zu den anderen als echt und ehrlich wahrgenommen wird, was ihn einem näher bringt, man Verständnis für ihn entwickelt, ihn zum Opfer macht, obwohl er Täter ist.
Diese feine Linie stellt die Autorin sehr gut dar.
In der Serie haben sie es auch so dargestellt und merkten dann später leider, dass es in der Realität aber doof ist, schließlich kann doch ein (Frauen)Mörder kein Sympathieträger sein.
Tja, das ist die Krux und hier beginnt, was ich auch anderswo als Fehler identifiziert habe.
Die gnadenlose Konsequenz bzw. das einbrechen dieser.
Es ist eine Serie. Die Bücher und auch anfangs die Serie spielen bewusst damit, dass etwas okay ist, was im echten Leben niemals okay sein kann.
Aber das Buch bleibt bei seinem roten Faden, Joe ändert sich nicht, es wird nicht reales mit Fiktion vermischt, wie in der letzten Folge der Serie.
Die Inkonsistenz macht es kaputt.
Entschuldigt euch nicht für diese zwiespältige Figur, lasst es so stehen.
Dexter hat es durchgezogen, ohne plötzlich auf moralische Verantwortung zu gehen. Bei Dexter war es plötzlich okay, denn er hat ja wirklich böse Menschen getötet (es war auch hier nicht okay, die Diskussion gab es ja) aber die Serie wurde deswegen nicht angepasst.
Ein weiteres Beispiel ist Stranger Things und ein möglicher Grund, zumindest für mich, weshalb die letzte Staffel merkwürdig quer liegt.
Es ist die gnadenlose Konsequenz, die in den vorigen Staffeln stark war.
Es wurde durchgezogen auch wenn es weh tat.
Das fehlte in der letzten Staffel.
Sicher auch die vielen Fäden und Fragen, die nicht richtig verknüpft wurden und offen blieben.
Denn sorry, nach so vielen Jahren und Warten auf neue Staffeln und Hinweise und Verbindungen, hat man irgendwann den Überblick verloren und man fragt sich, wieso war das jetzt so, was sollte das und so weiter.
Das ist sicherlich auch ein Grund aber auch die fehlende und manchmal halt schmerzende Konsequenz.
Wenn man jeden zufriedenstellen möchte, ist am Ende niemand wirklich zufrieden.
Ein offenes Ende ist ja okay aber nicht so, dieses Blümchenwiese, heititei-Ende passt überhaupt nicht, es wirkt fast traumartig, nicht real.
Man fragt sich, ob die Duffer-Brothers selbst den Faden verloren haben, dann las ich, dass eine Ex?-Frau/Freundin viele der Drehbücher schrieb und für die letzte Staffel halt ausfiel, was so wahnsinnig viel erklärt, bzw eben nicht.
So wirken viele Dinge, wie die unheimliche Standuhr oder das schreckliche Sterben u.a. von Chrissy wie reine Effekthascherei, das Wie gar nichtmal so sehr wie das Warum.
Für ein paar ganz Aufgeweckte war alles ganz logisch, aber ich weiß nicht ob es logisch war oder es sich schlicht zusammengereimt wurde.
Die Theorie um Eleven ist durchaus schlüssig und ich möchte auch nicht zu hart ins Gericht gehen, aber es war am Ende doch zu einfach.
Obwohl es eigentlich auf anderer Linie konsequent war: die Kraft der Freundschaft, zusammen ist man stärker- das zieht sich durch alle Staffeln.
Hat anfangs jeder für sich oder in kleinen Gruppen geforscht, so kamen nach und nach alle zum selben Ergebnis und es lief auf einen gemeinsamen Punkt bzw. Kampf hinaus.
Oder jeder hat gekämpft, zwar an unterschiedlichen Orten aber doch zusammen.
Das ist, was am Ende vielleicht zählt.
Die Konsequenz, die es braucht.
Wie auch bei Harry Potter ist das Motiv seiner Stärke nicht Hass oder Rache- sondern Liebe und Freundschaft.
Und räumt man alle Unklarheiten beiseite, so ist auch bei Stranger Things immer das das wiederkehrende Motiv, die Motivation, die Stärke.
Und im Hinblick darauf ist das Ende dann doch ganz okay, auch wenn hier und da etwas krasse Gnadenlosigkeit fehlte.
Komischer Bogen aber da kommt mir Twilight in den Sinn.
Die Schlacht wäre so viel krasser und hätte die gesamte Reihe aufgewertet, wäre sie real gewesen, auch wenn sie im Buch nicht vorkommt. Aber das wäre dann vielleicht doch zu heftig gewesen und ist so dem Buch wieder näher, nur macht es dann die ganze Szene irgendwie obsolet. Also wenn schon, denn schon.
Fehlende gnadenlose Konsequenz, sag ich ja.-S.

P.S. ein aktuelles Beispiel habe ich noch vergessen: 56 Tage, läuft gerade auf Prime.
Das Buch von Catherine Ryan Howard macht- nach meiner Theorie- alles richtig.
Aber in der Serie wird genau das wieder getan, was meiner Meinung nach total schwächt und kaputt macht, nicht nur weil nicht der Buchvorlage gefolgt wird, sondern weil die gnadenlose Konsequenz gebrochen wird.
Ja, es könnte auch so laufen, wenn man meint, adaptieren heißt einfach grundsätzlich verändern, es könnte dann auch einfach eine Horde Aliens auftauchen und die Geschichte so grundlegend verändern.
Nur, was soll das? Was sollen diese Alternativen Enden oder Verläufe, warum wird sich nicht an das Buch gehalten? Das will mir einfach nicht in den Kopf.
Es wird dadurch einfach nicht besser und ich begreife nicht, wieso Autoren das so mitmachen, ich wäre zutiefst angepisst, ehrlich. Hey, lass uns The Shining verfilmen aber das ist eigentlich eine Romanze und der Wachmann Hallorann ist der plötzlich auftauchende psychopathische Mörder und Jack Torrance der Held und das mit Danny ne, ist Quatsch, lassen wir einfach ganz weg, na, wäre das was? 
Merkt ihr selbst oder?
P.P.S.
Ein gutes Beispiel für eine gelungene Verfilmung ist z.B. Frankenstein.
Die Vorlage ist gut, die Verfilmungen können eigentlich gar nicht schiefgehen.
Ich glaube, ich mag Mary Shelley's Frankenstein aus 1994, mit Robert deNiro, Kenneth Branagh und Helena Bonham Carter am meisten.
Es wäre doch total schräg dem etwas zu unterstellen und hinzuzufügen, was gar nicht da ist und es auch überhaupt nicht braucht.
Ich glaube, das nervt auch mit am meisten, es braucht die Veränderung, die Anpassung überhaupt nicht.
Und auch die neue, Hallo Jacob Elordi, (wenn man ihn lassen würde, könnte er tatsächlich schauspielern) ist auch okay, es geht doch.
Aber ihn noch einmal so zu sehen und mit diesem Blick und ich mache irgendwas kaputt.

Kommentare

  1. Schönen guten Morgen!

    Oh, Buchverfilmungen - ein Bücher füllendes Thema *lach*

    Zum einen: ich mag Buchverfilmungen. Ich mag es, wenn ich mir nach dem Lesen alles nochmal in Bildern anschauen kann. Und sie müssen jetzt nicht unbedingt mit meinen Kopfbildern vom lesen übereinstimmen, sollten aber schon so nah am Buch bleiben, dass sich nichts ändert was nicht sein muss.
    Manche fand ich super (trotz kleiner Änderungen) andere fand ich nicht gut oder schrecklich.

    Wuthering Heights hab ich nicht gesehen und das Buch ist schon so ewig her, da könnte ich keinen Vergleich ziehen.

    Aktuelles Beispiel: Stranger Things. Gibts da Bücher dazu? Die kamen erst später oder? Das weiß ich nicht... Die Serie jedenfalls hab ich geliebt und der letzten Staffel entgegen gefiebert: und ja, ich war auch enttäuscht. Viel zu viel von "alles wird gut" und irgendwie zu wenig Handlung und ja Konsequenz in der Ausrichtung, die hier nunmal einfach Horror ist und einige hätten sterben müssen. Auch wurde für mich vieles nicht aufgeklärt bzw. nur angedeutet. Wirklich schade!

    Bei dem Wort "Adaption" verschwimmen vielleicht die Grenzen, was man sich darunter vorstellt. Bei Verfilmungen hab ich noch nie an dieses Wort gedacht. Es sind für mich einfach die filmischen Umsetzungen der Buchvorlage und sollten da dran bleiben. Bei manchen heißt es "frei nach XYx Buchvorlage" - da weiß ich dann schon dass es hier viele Änderungen geben wird.
    Ich denke bei Adaptionen eher an Märchen, weil du ja auch Alice erwähnst. Märchen Adaptionen dürfen gerne weiter weg sein vom Original, sie sollten einige grundlegende Elemente beinhalten (sonst hätte es ja keinen Sinn xD) dürfen aber gerne komplett neu gestaltet werden wie auch immer das dann aussieht.

    Manche Veränderungen in Filmen /Serien halte ich aber auch für völlig unnötig. Klar kann in einem 2 Stunden Film nicht die Handlung eines 800 starken Buches gezeigt werden, das heißt für mich aber kürzen und nicht verändern.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey Aleshanee,
      also ich glaube nicht dass Stranger Things nach Büchern verfilmt wurde, geht hier nur um die angesprochene Inkonsistenz und fehlende Konsequenz der letzten Staffel.
      Genau darum gehts, warum eine existierende Geschichte nehmen und dann hier und da etwas so unnötig verändern, dass es die Geschichte eher entstellt als aufwertet.
      Entweder man macht wirklich was neues oder lässt es in der Grundstruktur so wie es gehört..aber ja, da hat sicher jeder so seine Präferenzen:)
      Würde ich etwas schauen und gut finden und dann erfahren, dass es in der Buchvorlage ganz anders ist, wäre ich enttäuscht irgendwie.
      Aber na ja.

      Einen schönen Tag dir:)

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    2. P S. Ah ich habe sogar noch vergessen, ein weiteres aktuelles Beispiel anzuführen, vielleicht füge ich das noch hinzu: 56 Tage, läuft gerade bei Prime .
      Das Ende..uff, ich kannte die Buchvorlage hier nicht und fand das Ende merkwürdig um boom! Im Buch ganz anders, nämlich konsequent! Und in der Serie wird damit gebrochen! Warum?! Genau so etwas meine ich, ist doch scheiße.

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    3. Ah ok, ich dachte vielleicht gibts zu Stranger Things auch Bücher, ich verliere da mittlerweile den Überblick weil immer so viele Buchverfilmungen rauskommen. :)

      Dass die Handlungen manchmal verzerrt und verändert werden ist für mich auch ohne Sinn. Im Buch funktioniert es, warum also nicht im Film oder der Serie? Ich verstehe das auch überhaupt nicht und schau mir das dann auch gar nicht weiter an.

      Hm, wenn ich etwas anschaue und es gut finde - und danach erfahre dass es im Buch anders ist? Ich glaube das würde meine Meinung zum Film/Serie nicht mehr ändern. Ich weiß aber nicht ob ich dann das Buch noch lesen würde ^^

      Ein "Ende" abzuändern finde ich auch total doof. Ich kenne 56 Tage nicht, dazu kann ich nichts sagen - aber das hatte ich definitiv auch schon.
      Allerdings hatte ich auch schon den umgekehrten Fall -> Film hat es besser umgesetzt als das Buch :D

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    4. Der letzte Absatz ist interessant. Denn das Buch ist ja das original, ist die Frage, hat es der Film einfach treffend umgesetzt oder eine bessere Story draus gemacht, schlüssiger, schöner?
      Ansonsten ist es ja vom Buch nicht schlecht umgesetzt, sondern einfach..erzählt? Weißt du was ich meine?
      Vielleicht dann zu zäh oder aussweifend, keine Ahnung
      Ich überlege gerade ob Stolz und Vorurteil gut umgesetzt wurde, der mit Keira Knigjtley ist einer meiner Lieblingsfilme . Aber schändlicherweise habe ich bisher vermieden das Buch zu lesen, irgendwie würde es den Film ruinieren wäre es ganz anders also so grundlegend anders, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
      Möglich dass, wenn man erst den Film oder Serie schaut und es einfach feiert und dann das Buch liest (was die Vorlage war, jetzt nicht das Buch zum Film) man das Buch dann weniger gut findet.
      Puh, ein echt weites Thema:)

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    5. Ahh, na dann hast du ja ein gutes Beispiel mit Stolz und Vorurteil - ein Film kann definitiv gut gelungen sein und besser als die Buchvorlage :)

      Mein Beispiel galt dem Buchspazierer. Ich mochte das Buch sehr gerne, aber der Film war für mich einfach noch einen Tick schöner - auch weil sie eine Szene vom Buch etwas anders gemacht haben und das für mich viel stimmiger war!
      Das Buch Das Damengambit ist gut, aber etwas dröge - die Serie dagegen die sie dazu gemacht haben ist absolut genial geworden! Auch ein Beispiel dass es eben auch andersherum geht.

      Klar, das Buch kam zuerst. Ob gut oder schlecht ist ja wieder sehr subjektiv - und eben dann auch die Verfilmung dazu. Aber ich hatte schon einige Verfilmungen gesehen die mir besser gefielen als die Vorlage

      Ich mach da halt auch keine Wissenschaft draus xD Klar ärgern mich manche Änderungen, aber wenn ich was gut finde, finde ich es gut. Egal ob was geändert wurde oder nicht.

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  2. Liebe Silver, da gehe ich mit dir und unterstreiche deine Gedanken sehr wohl. Ich bin oft enttäuscht darüber, dass die Filme manches Buch in meinen Augen kaputt machen und ich mich oft frage, haben die Filmemacher das Buch überhaupt verstanden...
    Ich ecke dann oft bei Menschen an, die das Buch nicht kennen, wenn ich den Film verreiße. Und dann frage ich mich auch, warum Autoren das so dulden, doch es ist schließlich dann auch nur eine Frage der Werbung und des Geldes.
    Liebe Grüße mit Sonnenschein in deinen Tag,
    herzlichst, Edith

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    1. Hallo Edith,
      das habe ich mich auch gefragt, vor allem bei Simon Beckett. Bei den Klassikern kann man nun die Autoren nicht mehr fragen, leider.
      Es ergibt oft so wenig Sinn.

      Dir wünsche ich auch einen sonnigen Tag!

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  3. Hallo Silver,
    oh, da hast du aber einen sehr interessanten Beitrag geschrieben. Bei mir ist es ja oft so, dass ich nur eines mache: Endweder das Buch lesen oder den Film ansehen. Aber manchmal, wenn das Buch besonders gut ist, dann schaue ich auch den Film und umgekehrt. Mal funktioniert das richtig gut, mal weniger.

    Unterschiede zwischen Film und Buch können - für mich - funktionieren. Allerdings bin ich dann auch recht froh, wenn zwischen dem Lesen des Buches und dem Anschauen des Films etwas Zeit vergangen ist. Das hilft mir oft nicht zu sehr zu vergleichen und einen differenzierten Blick zu bewahren.

    Zu You habe ich einige Staffeln der Reihe angesehen. Die Serie fand ich anfangs gut, aber nach und nach gefiel sie mir immer weniger. Dann habe ich irgendwann aufhört sie anzusehen. Das Buch liegt bei mir auf dem SuB. Ich bin bislang noch nicht rangegangen, da ich einige kritische Stimmen dazu gelesen habe. Kürzlich habe ich aber schon eine positive Meinung gehört und du machst gerade doch wieder sehr neugierig drauf.

    Die Chroniken von Alice fand ich großartig. Freut mich sehr, dass du diese Reihe auch so gerne gelesen hast. <3

    Zu Wuthering Heights: Ich bin immer noch hin- und hergerissen, ob ich mir den Film ansehen möchte. Das Buch mochte ich - leider - gar nicht. Ich kam einfach nicht rein. Das lag einerseits an der Stimmung, aber auch an den Figuren. Mich würde sehr interessieren, ob mir der Film - gerade jetzt, wo du auch erwähnst, dass man da einiges geändert hat - vielleicht sogar gefallen könnte. Aber ich bin auch sehr skeptisch. Wahrscheinlich ist der Film aus den Kinos, bis ich mich entschieden habe XD Aber ich hoffe auch auf eine Einstellung auf Amazon Prime (oder Netflix) irgendwann. Dann sehe ich ihn mir mit Sicherheit an :o)

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Start ins Wochenende.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja, auch eine interessante Herangehensweise.
      Meist freue ich mich ein gutes Buch auch mal 'lebendig' zu sehen.
      Ja, es ist recht düster bei Wuthering Heights:)
      Ich kann mir gut vorstellen, dass You, also auch das Buch, manche schockierend oder 'zu doll' fanden.
      Finde ich nicht. Und die kritischen Stimmen..da sollte man sich selbst ein Bild machen.
      Finde ich immer recht witzig wenn Filme von Tarantino abgefeiert werden obwohl da so viele Menschen abgemetzelt werden.
      Wo ist die Verhältnismäßigkeit?
      Warum darf keine fragwürdige Figur existieren?
      Warum wird es der Realität unterworfen wo es doch Fiktion ist, warum wird Lesern nicht zugetraut, den Unterschied zu kennen?
      Ich kann nur sagen wie ich es finde und ich finde jedes Buch so viel besser als die Serie. Aber klar, muss man mögen oder halt nicht, was ja Geschmackssache ist.
      Aber reale moralische Ansprüche an eine fiktive Geschichte zu stellen, ist auch irgendwie schwierig.
      Dann viel Spaß beim Lesen (oder auch nicht:))

      Liebe Grüße!

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  4. Hallo Silver,
    also ich muss sagen, dass ich immer neugieriger werde, was You betrifft. Wir können uns gerne nochmal darüber unterhalten, wenn ich es gelesen habe. (Was vermutlich aber noch dauern wird, da aktuell noch einige Lesepläne anstehen, die Vorrang haben und ich zur Zeit einfach nicht so gut zum Lesen komme, wie ich gerne würde). Ich habe aber mittlerweile richtig Lust aufs Buch bekommen :o)

    Da gebe ich dir Recht: Ich finde auch, dass ein Buch ruhig mal provozieren kann. Ein Buch darf auch gerne mal Fragen aufwerfen. Aber ich denke auch, dass es in der Natur des Menschen liegt, schnell den moralischen Zeigefinger zu heben.
    Dabei ist es doch auch spannend mal möglichst wertfrei an eine Geschichte heranzutreten.

    Ich habe schon Geschichten gelesen, an denen ich Kritikpunkte hatte. Diese wurden dann scheinbar auch von den Filmemachern gesehen und entsprechend anders umgesetzt. Ganz spontan fällt mir da Der Herr der Ringe ein. Die Bücher liegen bei mir schon sehr lange zurück. Die Geschichte empfand ich stellenweise einfach nur als langatmig. Die Filme gingen für mich besser. Wobei ich es immer noch schade finde, dass Tom Bombadil rausgekürzt wurde! ;o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      das können wir sehr gerne machen. Sag einfach bescheid sobald du mit You fertig bist (oder angefangen hast, wie du magst)
      Freue mich drauf:)

      Ja, es ist gar kein Problem, es wäre bei manchen Büchern oder auch allgemein schwierig, es Seite für Seite, Wort für Wort zu verfilmen. Dann hättest du da jedes Mal einen 5-Stunden Schinken anzugucken(oder länger).
      Das ist nicht das Problem.
      Sondern das (unnötige) eingreifen und verfremden der Geschichte, plus ebenfalls aber da können sich gerne die Geister dran scheiden- unnötige Veränderung des Endes.

      Frühstück bei Tiffany's ist ein Beispiel, wo ich lange nur den Film kannte- und liebe. Aber dann las ich das Buch und es ist ja okay, den Aufbau oder die Erzählstruktur zu ändern, und es ist ist glasklar, dass die Geschichte hollywoodmäßig aufbereitet wurde, mit dem dazugehörigen Happy End.
      Aber wenn man es genau betrachtet, so greift auch hier meine Theorie, denn das Buch weicht grundlegend vom Film ab, folgt aber der logischen Konsequenz, ist Konsistent, was Holly angeht.
      Sie ist, wie sie ist und das bedeutet, im Film wäre sie nicht aus dem Taxi gestiegen um Kater zu suchen, auch wenn es im Film schön ist, dass sie den triefnassen Kater an sich drückt.
      Ich denke, vielleicht wäre es zu krass für das (damalige?) Publikum, wäre dem Buch zumindest in der Hinsicht mehr entsprochen worden, das wäre vermutlich unerhört, was für eine egozentrische, egoistische Frau!
      Keine Ahnung.
      Es wird im Film der Charakter gebrochen, durch ein paar (zwar schöne aber für Buch-Holly hätte es keinen Unterschied gemacht) Worte von Paul und schwupp, sie ist bekehrt, aufgewacht, verändert.
      Klar fiebert man mit, klar gefällt mir das Ende aber es folgt nicht der gnadenlosen Konsequenz und darum geht es.
      Interessant auch, das Fred/Paul im Buch nicht als verschmähter Liebhaber, sondern als Freund erzählt.
      Es ist für mich okay, wenn einige Dinge oder Orte oder Zeiten abgeändert werden, aber was meist negativ ist, ist wenn es nicht konsistent und logisch ist und wenn Dinge ins unlogische verändert werden.
      Gutes Beispiel auch Simon Becketts Reihe.
      Einige absolute Schlüsselfiguren und Momente wurde einfach weggelassen, verändert, was die Story so komplett unlogisch macht, ich habe mich gefragt, wie Leute das aufnehmen, die die Bücher um David Hunter nicht kennen.
      Das muss vorne und hinten keinen Sinn ergeben und Zusammenhänge können nicht erschlossen werden.
      Na ja.

      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag:)

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