Fast wirklich
Das Problem ist wohl, dass du nicht wirklich real warst.
Alles, was ich hatte, war eine Vorstellung von dir, ein selbstgebautes Bild, zusammengesetzt aus vielen Zutaten - vor allem aus meiner eigenen Vorstellungskraft.
Wir waren uns so nah, wie sich zwei Fremde nur sein können- und näher. Und ich selbst war nur ein imaginäres Bild in deinem Kopf - erschaffen von mir, vollendet von dir.
Unsere beiden Identitäten waren überlebensgroß, fast perfekt füreinander.
Nur waren wir wie zwei Figuren, die jemand erdacht hat, unser Schicksal lag nie wirklich in unseren Händen.
Denn du und ich sind in dieser Welt hier nie wahr, zwei Gaukler, die das Spiel lieben und an der Wirklichkeit zerbrechen.-S.
Hallo Silver,
AntwortenLöschendas hast du so schön geschrieben! Ich fühlte mich beim Lesen hin- und hergerissen. Zum einen, wie in einer schönen Liebesgeschichte und dann fühlte ich mich wieder zurückgeholt in die Realität :o) Ja, leider meint man viel zu oft zu wissen, wen man vor sich hat. Viel zu schnell steckt man andere in eine Schublade. Dabei sollte man seinem Gegenüber doch immer die Möglichkeit geben, sich selbst präsentieren zu dürfen. Man sollte den anderen nicht mit seinem Urteil einengen.
Liebe Grüße
Tanja