Die Rose
Die dicke, blassrosa Rose ist fast verwelkt.
Einige Blüten liegen ihr zu Füßen, traurig, ramponiert.Meine Brust wird eng.
Es fällt mir schwer, die Schwelle zu übertreten.
Schwer, mich überhaupt dafür aufzuraffen.
Ich bin traurig wegen so vieler Dinge.
Vergangene Zeit, die niemals wiederkehrt.
Und doch schreit alles in mir nach mehr Zeit.
Mehr Distanz.
Alles betäubt und befeuert den Schmerz zugleich—
alles, was war,
alles, was niemals war
und niemals sein wird.
Es ist und war ein ständiges Tänzeln auf einem brennenden Seil.
Jede Möglichkeit tut weh.
Jeder Schritt geht in die falsche Richtung.
Keine Entscheidung führt irgendwohin, wo es nicht lodert.
Ich betrachte die Rose und stolpere hinab in die Vergangenheit.
Natürlich ist neben alldem auch Liebe.
Ich versuche mich an sie zu erinnern,
bevor die Flammen auch noch den letzten Rest verschlingen
und nur ein bleiches, einsames Skelett übrig bleibt.
Irgendwann habe ich zu lange gewartet.
Irgendwann ist die letzte Blüte gefallen.
Und nichts was ich schreibe oder denke oder möchte, wird mir Vergangenes zurückgeben.-S.
Das ist ein unheimlich kraftvoller, berührender und schmerzhafter Text.
AntwortenLöschenBesonders die Zeilen...
„Alles betäubt und befeuert den Schmerz zugleich—
alles, was war,
alles, was niemals war
und niemals sein wird.“
>
...treffen für mich mitten ins Schwarze.
Ich glaube, ich kann das sehr gut nachvollziehen.
LG Petros
Danke für deinen Kommentar, es freut mich, dass meine Zeilen bei dir ankommen:)
LöschenLiebe Grüße!
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