Part 1: Der Sommer ist vorbei; so langsam wird es kühler


Schau nur, wie ich herumirre, zwischen den Welten, was schon ein ziemliches Kunststück ist, oder?
Irgendwie gehöre ich hier nicht hin und nicht nach dort.
Es ist immer anstrengend, als würde ich die ganze Zeit einen Berg hinaufsteigen und fuck, ja, jetzt ist es echt zu spät um umzudrehen.
Ich bin so weit gekommen, immer die Angst auf der einen und die Sehnsucht auf der anderen Schulter.
Beides ist übrigens richtig scheiße und ich werde es nicht los.
Schick mich nicht weg. Bitte. Ich muss den Gipfel erreichen, einmal sehen.
Keine Ahnung ob er jemals kommt. 
Existiert er überhaupt?
Das dunkelblaue Nichts dagegen ist gewiss.
Es ist sehr dunkekblau mit einem Hauch lila, frag mich nicht, wieso.
Es ist wunderschön. Doch dort ist nichts. Absolut. Gar. Nichts.
Ich wiederhole mein Mantra immer wieder und hoffe, dadurch irgendetwas heraufzubeschwören.
Ich brauche Zeit, so viel Zeit. Habe ich Zeit?
Das bist du mir einfach schuldig. Aber ich weiß nicht, wo ich die Beschwerde einreichen könnte.
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Kannst du haben. Der ganze Bums hier bekommt einen fetten Abzug in der A-Note.
Das alles kann nur ein Scherz sein.
Ich fühle mich permanent, als würde ich nach Hause wollen aber ich weiß nicht, wo das ist oder wie es aussieht.
Okay ja, meine B-Note ist auch beschissen.
Vielleicht beeinflusst A ja B oder B beeinflusst A. Könnte sein, dass noch irgendwo ein C ist.
Und vielleicht ist das Nachhausekommen auch einfach sehr dunkelblau mit einem Hauch von lila.
Ich könnte mich dran gewöhnen.
Vielleicht. Fast. Irgendwann.-S.

Kommentare

  1. "Ich fühle mich permanent, als würde ich nach Hause wollen aber ich weiß nicht, wo das ist oder wie es aussieht."

    das ist für mich der rote Faden, der sich durch all deine Verse hier zieht...irgendwie verwurzelt im Immer-Nimmerland.
    Beim Wandern habe ich gelernt, mir auf die Füße zu schauen, da geht alles dann sowieso nur Schritt für Schritt.

    LG Petros

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  2. Ich muss Petros recht geben. Der Mensch neigt dazu in die Vergangenheit und in die Zukunft zu schauen. Doch das, was gewesen ist, lässt sich nicht mehr ändern und die Zukunft kann man, so viel man sich auch Gedanken darum macht, oft nicht vorhersehen. Sinnig ist es, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Aber das ist leider auch einfach nicht immer möglich.

    Negatives bleibt oft so viel besser im Gedächtnis. Die kleinen schönen Momente, auf die muss man sich konzentrieren und die vergisst man leider oft auch viel zu schnell.

    Eine alte Freundin hat damals mal zu mir gesagt: Zu Hause ist da, wo ich gerade bin. Diesem Satz wohnt etwas Gutes inne, wie ich finde. Die Frage ist, ob jeder diese Aussage leben kann. Ich bin auf jeden Fall froh, dass sie diesen Satz damals mit mir geteilt hat. Ich rufe ihn mir ab und an ins Gedächtnis. Er hilft in bestimmten Situationen ...

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    1. Hey Tanja,
      Danke für deinen Kommentar.
      Ich finde so Hinweise nur immer seltsam, denn die Vergangenheit ist ja dennoch in einem verankert. Vieles mit dem man groß wurde formt und beeinflusst einen tief, das geht nicht einfach weg, nur weil es in der Vergangenheit liegt. Gestern ist auch vergangen und dennoch kann es nicht einfach weggewischt werden, es beschäftigt und beeinflusst, ob man will oder nicht.
      Klar, ich weiß schon was du meinst, man sollte sich nicht allzuviel damit beschäftigen aber das kommt von selbst, in Form von Träumen oder Triggern oder Menschen, die man nun mal nicht einfach ausblenden kann aber einen großen Anteil an der Vergangenheit haben.
      Ich bin auch im Hier und Jetzt irgendwie verkehrt hier, das kann ich nicht einfach abstreifen, natürlich möchte ich wissen, wieso das so ist.
      Und es können einfach nicht 24/7 schöne Momente genossen werden. Ich habe diese natürlich auch. Aber das hier ist eben für all die anderen Momente gedacht. Die sind da und die gehören auch zu mir.

      Liebe Grüße

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