Part 3: Winter; bitte halte dich fern von der Linie (ich wünschte, ich hätte dir alles gesagt)
Die Linie ist dünn wie Seidenpapier, du hast ja keine Vorstellung.
Die Gelassenheit ist hart erarbeitetet, genau wie der äußere Frieden.Du siehst, was du sehen willst und ich zeige dir, was ich zeigen kann.
Der Krieg findet nicht vor deinen Augen statt, er ist tief verborgen, gut versteckt, genau wie die Verwüstung.
Ich bin mir nicht sicher ob du bloß maßlos naiv bist oder nur gelernt hast, deine Verwundungen so lange zu ignorieren, bist du sie schließlich vergessen hast.
Aber ich kann das nicht. Sicher, ich habe auch gelernt zu verdrängen, denn wenn nicht, hätte ich eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ein Gemetzel ohne Gnade. Ohne Reue.
Aber die Linie ist so verdammt dünn und ich habe sie so oft beschrieben, dass du sie eigentlich schon fühlen müsstest. Es kann nicht dein ernst sein, dass du es noch immer nicht siehst, sehen kannst. Willst?
Was es mit mir gemacht hat, macht, noch immer.
Das gefrorene scheiß Grinsen, das Monster, die Kälte, die dunkelblauen Nächte, diese schauderhaften Momente – all das ist keine Metapher, du ahnst ja gar nicht, wie wahr das ist.
Ich weiß genau wie schnell es kippen kann und wir nähern uns der Zeit. Der Zeit.
Und davor graut es mir.
Aber ich kann nichts sagen und erst recht nichts zeigen, sonst werden wieder Fackeln und Mistgabeln hervorgeholt und böse auf mich gezeigt, auf mich! Ha!
Ich weiß genau wie schnell es kippen kann und wir nähern uns der Zeit. Der Zeit.
Und davor graut es mir.
Aber ich kann nichts sagen und erst recht nichts zeigen, sonst werden wieder Fackeln und Mistgabeln hervorgeholt und böse auf mich gezeigt, auf mich! Ha!
Also schlucke ich alles herunter und grinse bloß weiter wie im ewigen Eis konserviert vor mich hin und am Ende – und das ist mir klar – liegt es nicht in meiner Macht. Also falte ich meine Hände und betrachte sie, wie ich mich selbst halte und bete in unbestimmte Richtung (irgendwer muss mich doch hören): bitte, lass es nicht so weit kommen.
Lass mich diese Linie nicht übertreten. Nicht noch einmal.-S.
Lass mich diese Linie nicht übertreten. Nicht noch einmal.-S.
Erst kommt das Schlucken
AntwortenLöschendann das Verschlucken
und dann das Ersticken. -
vorher manchmal noch das Kotzen
Und die Erkenntnis kommt oft viel zu spät
LöschenStimmt!
Löschenach ich war das…
AntwortenLöschenGruß
Petros